Unsere Sicherheitstipps für Sie...

Notruf

Wie führt man einen Notruf durch?

Sollten Sie einmal Hilfe benötigen, dann ist es sehr wichtig, den Notruf richtig durchzuführen. Wahrscheinlich geht es dann hektisch zu. Es kann also nicht schaden, wenn Sie sich ab und zu in Ruhe die Frage stellen, wie Sie einen Notruf durchführen würden. Und wissen Sie bescheid über den Euro Notruf?

Notrufnummern:

  • 112 Feuerwehr Notruf
  • 110 Polizei Notruf
  • 112 Rettung Notruf
  • 112 Euro Notruf


Egal ob sie vom Mobiltelefon oder vom Festnetz aus eine Notrufnummer wählen, Sie benötigen für die genannten Notrufnummern keine Vorwahl und der Notruf ist immer kostenlos.

Wenn Sie einen Notruf absetzen müssen:

  • Versuchen Sie langsam und deutlich zu sprechen, auch wenn Sie wahrscheinlich in Ihrer Situation recht aufgeregt sein werden.
  • Beenden Sie das Gespräch nie von sich aus. Das Gespräch wird immer von der Person in der Leitstelle beendet.
  • Alarmieren Sie auch die Feuerwehr bei Brandverdacht - der Feuerwehreinsatz kostet nichts.
  • Verlassen Sie sich niemals darauf, dass bereits andere die Feuerwehr verständigt haben.


Egal, welche Notrufnummer gewählt wird, der Hilferuf muss immer so präzise wie möglich formuliert werden. Denken Sie dabei an die "W-Fragen":

  • WER spricht. (Name / Standort der anrufenden Person)
  • WO ist es passiert? (Wo wird die Hilfeleistung gebraucht: Adresse, Anfahrt)
  • WAS ist passiert? (Brand, Verkehrsunfall, Verletzung etc.)
  • WIE viele verletzte Personen?
  • WELCHE Verletzungen haben diese Personen?
  • WARTEN auf Rückfragen, also nicht sofort auflegen!

 
Weiter Informationen zum Euro Notruf 112:
Die Europäische Notrufnummer 112 wurde 1991 geschaffen, um europaweit gratis und unter einer einheitlichen Nummer im Falle einer Notlage Hilfe rufen zu können. Die Liste der Mitgliedsländer erweitert sich laufend. Trotzdem sollte man Vorsorge treffen und sich auch über die jeweiligen Notrufnummern im Reiseland informieren.
Der Euro Notruf 112 kann über das Festnetz, Telefonzellen und das Handy abgesetzt werden.

Besonderheiten mit Mobiltelefonen:
In einem Notfall ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie den Notruf über ein Mobiltelefon absetzen werden. Bei Mobiltelefon ist der Euro Notruf fast immer ohne eingelegte SIM-Karte, Eingabe des PIN-Codes oder Aufhebung der Tastensperre wählbar. Bei Verwendung ohne SIM-Karte ist jedoch zu bedenken, dass kein Rückruf von der Leitstelle möglich ist. Hat das Mobiltelefon keinen Empfang im eigenen Netz wird der Euronotruf automatisch über ein anderes verfügbares Mobilfunk-Netz vermittelt. Der Euronotruf hat im Mobilfunknetz Priorität, nötigenfalls wird auch eine andere Verbindung getrennt.

Rauchmelder

Rauchmelder retten Leben!

Die meisten Brandopfer (70 Prozent) verunglücken nachts in den eigenen vier Wänden. Gefährlich ist dabei nicht so sehr das Feuer, sondern der Rauch. 95 Prozent der Brandtoten sterben an den Folgen einer Rauchvergiftung! Rauchmelder haben sich als vorbeugender Brandschutz bewährt.

Tagsüber kann ein Brandherd meist schnell entdeckt und gelöscht werden, nachts dagegen schläft auch der Geruchssinn, so dass die Opfer im Schlaf überrascht werden, ohne die gefährlichen Brandgase zu bemerken.

Rund 400 Menschen sterben jährlich in Deutschland an Bränden, die Mehrheit davon in Privathaushalten. Ursache für die etwa 200.000 Brände im Jahr ist aber im Gegensatz zur landläufigen Meinung nicht nur Fahrlässigkeit. Sehr oft lösen technische Defekte Brände aus.

Rauchmelder retten Leben – der laute Alarm des Rauchmelders (auch Rauchwarnmelder, Brandmelder oder Feuermelder genannt) warnt Sie auch im Schlaf rechtzeitig vor der Brandgefahr und verschafft Ihnen den nötigen Vorsprung, um sich und Ihre Familie in Sicherheit bringen zu können.

Rauchmelderpflicht jetzt auch in Baden-Württemberg
Baden-Württemberg ist damit das 13. Bundesland in Deutschland mit einer Gesetzgebung zur Installation von Rauchwarnmeldern in privaten Wohnräumen.
Das Gesetz sieht vor, dass die Warngeräte ab sofort in Neubauten installiert werden müssen, in bestehenden Gebäuden bis Ende 2014. Damit sollten ab 2015 alle Wohnungen in Baden-Württemberg mit Rauchmeldern ausgerüstet sein, Neu- und Umbauten schon sofort nach Inkrafttreten des Gesetzes diesen Sommer. Die Geräte müssen in den Schlafzimmern sowie in den Fluren, die von den Schlafzimmern zur Wohnungstür führen, angebracht werden.

Installation
Rauchmelder lassen sich auch ohne handwerkliches Geschick mit wenigen, dem Gerät beiliegenden Schrauben und Dübeln montieren. Damit Sie von Ihren Rauchmeldern optimalen Schutz erwarten können, müssen Sie bei der Installation folgendes beachten.

Befestigen Sie Rauchmelder

  • immer an der Zimmerdecke, da der Rauch nach oben steigt
  • an der Decke in der Raummitte bzw. mindestens 50 cm von Wänden entfernt
  • immer in waagerechter Position (auch bei Dachschrägen)
  • nicht in der Nähe von Luftschächten und nicht in starker Zugluft
  • nicht in der Dachspitze (wenigstens 30 bis 50 cm darunter)
  • nicht in Räumen, in denen normalerweise starker Dampf, Staub oder Rauch entsteht


In der Regel sollten Rauchmelder nach 10 Jahren ausgetauscht werden. Einige qualitativ hochwertige Rauchmelder verfügen sogar über eine längere Garantie- und Lebensdauer, bitte beachten Sie daher die jeweilige Bedienungsanleitung des Gerätes.

Hinweis:
Batteriebetriebene Rauchmelder können nur ausreichend Schutz liefern, wenn sie mit funktionsfähigen Batterien bestückt sind. Geräte, die der Norm DIN 14604 entsprechen, geben über einen Signalton zu erkennen, wenn ein Batteriewechsel bevorsteht. Sie sollten jedoch regelmäßig (ca. einmal im Monat) mit dem Testknopf die Funktionsfähigkeit des Gerätes überprüfen.

Für mehr Sicherheit verzichten Sie auf billige Alkaline-Batterien und entscheiden sich für Lithium-Batterien. Diese halten bis zu 12 Jahre und garantieren dauerhaften Schutz. Es gibt auch Rauchmelder mit fest eingebauten Batterien, die ebenfalls bis zu 12 Jahre halten.

Außerdem gibt es qualitativ hochwertige Rauchmelder, die für den Langzeiteinsatz besonders geeignet sind. Sie sind gekennzeichnet mit dem „Q“ – einem unabhängiges Qualitätszeichen. Die Vorteile: geprüfte Langlebigkeit und Reduktion von Falschalarmen, erhöhte Stabilität und eine fest eingebaute Batterie mit mindestens 10 Jahren Lebensdauer, um den jährlichen Batterieaustausch zu vermeiden. Verbrauchern, die Wert auf besondere Qualität und Zuverlässigkeit legen, bietet es eine verlässliche Entscheidungshilfe.

(Quelle: http://www.rauchmelder-lebensretter.de)

Feuerlöscher

Der richtige Umgang mit dem Feuerlöscher...

Pulverlöscher müssen alle zwei Jahre geprüft werden. Unter Umständen kann das Löschmittel verhärten und der Löscher wäre im Ernstfall nutzlos.

Auf jedem Feuerlöscher ist das Datum der Endkontrolle angebracht. Nach jeder Wartung wird ein Prüfsiegel mit dem letzten Kontrolldatum angebracht.

REGEL 1: Achten Sie darauf dass Sie immer mit der Windrichtung löschen, nie gegen die Windrichtung. Somit bleibt Ihnen das Einatmen des entstehenden und giftigen Brandrauches erspart und die Sicht auf das zu löschende Brandobjekt ist gewährleistet.

REGEL 2: Der Löschvorgang immer von vorne unten beginnen, um das Feuer effizient einzudämmen. Immer wieder stossweise und gezielt den Feuerlöscher auslösen. Wird ein Feuerlöescher einfach nur "drauf gehalten", können sich die Flammen seitwärts ausbreiten.

REGEL 3: Brände aus Leitungen, Tanks usw, sogennante Tropf-/Fließbrände, am besten von oben nach unten löschen. Somit kann vermieden werden dass brennende Flüssigkeit in die Flammen nachfließt.

REGEL 4: Falls mehrere Feuerlöscher und auch Helfer zur Verfügung stehen, dann am besten die Feuerlöscher gleichzeitig zum Einsatz bringen und nicht nacheinander. Somit hat ein Entstehungsbrand keine Chance.

REGEL 5: Wenn das Feuer gelöscht ist sollte die Brandstelle weiterhin beobachtet werden um eine möglicherweise Rückzündung zu vermeiden.

REGEL 6: Nach Gebrauch eines Feuerlöschers muss dieser immer von Fachpersonal aufgefüllt und gewartet werden, selbst wenn nicht der gesamte Inhalt beim Löschen benötigt wurde.

ACHTUNG: Schaumlöscher dürfen nicht zur Fett- oder Ölbrand-Bekämpfung eingesetzt werden, es sei denn, es handelt sich um spezielle Fett-/Ölbrand-Feuerlöscher. Herkömmliche Schaumlöscher enthalten Wasser, was bei der Zumischung in brennendes Fett zu einer Fettexplosion führt!

 

Brandverletzung

Was muss man bei einer Brandverletzung beachten?

Verletzungen nach Verbrennungen sind abhängig von der Höhe der Temperatur und der Dauer der Einwirkung.
Je nach Tiefe der Verbrennung bezeichnet man die Verletzung als erst-, zweit- oder drittgradig.

Wenn bei Kleinkinder mehr als 10 % (bei Erwachsenen ca. 15 %) der Körperoberfläche oder Gesicht, Hände, Genitalien oder Füße verbrannt sind, kommt es durch den Verbrennungsschock zu lebensbedrohenden Störungen der Vitalfunktionen. Die Ausdehnung der Verletzung kann z.B. so errechnet werden: Eine Handfläche inklusive Finger entspricht 1 % seiner Körperoberfläche.

Verbrennungen:

1. Grades
Oberflächliche Rötung wie bei einem leichten Sonnenbrand. Heilt ohne weiteren Eingriff nach 5 - 10 Tagen.

2. Grades
Oberflächliche Blasenbildung, der Wundgrund ist feucht. Heilt ohne operativen Eingriff nach 2 - 3 Wochen.

2. Grades tief
Blasenbildung, grau-weißliche Verfärbung, der Wundgrund ist trocken. Heilt nur nach operativem Eingriff und hinterlässt Narben.

3. Grades
Grau-weiß verfärbte, ledrige Hautbezirke, trockener Wundgrund, alle Hautschichten sind zerstört. Muss operiert werden, hinterlässt Narben.

Wenn Kleidung Feuer gefangen hat, sofort mit Wasser oder mit einem Feuerlöscher löschen.
Laufen mit brennender Kleidung, z. B. zum Wasser, entfacht die Flammen und vergrößert die Verbrennungen!
Verwenden Sie einen Feuerlöscher, so richten Sie den Löschstrahl auf die brennende Person. Löschen Sie von unten nach oben und versuchen Sie möglichst nicht in die Augen und den Mund spritzen.

Eine weitere Möglichkeit wäre, die brennende Kleidung zu entfernen oder auszuziehen. Wenn dies nicht möglich ist, ersticken Sie die Flammen durch Abdecken (Sauerstoffentzug) oder Abrollen.
Bei Verwendung von synthetischen Fasern zum Ersticken von Flammen und Glut besteht die Gefahr des Einbrennens in die Haut. Brandverletzungen werden so verschlimmert statt gemildert.


Erstversorgung

  • Sofortige Kaltwasseranwendung. Verletzte Körperteile so lange (bis zu 20 Minuten) in kaltes Wasser tauchen oder unter fließendes Wasser halten, bis Schmerz verschwindet.
  • Bis zu einer Stunde nach der Brandverletzung hat das Kühlen noch Sinn! Eine Unterkühlung der betroffenen Person ist jedoch zu vermeiden.
  • Bei Bewusstlosigkeit den Verletzten in die stabile Seitenlage bringen, so kann er nicht ersticken, wenn er eingeatmeten Rauch, Brandgase oder verschlucktes Löschpulver erbricht.
  • Brandwunden niemals mit Fingern berühren. In keinem Fall irgendwelche Salben, Puder, Gelees oder Öl verwenden.
  • Brandblasen nicht öffnen (Infektionsgefahr). Angebrannte Kleidung vorsichtig entfernen.
  • Dort wo sie an der Haut klebt, muss sie jedoch belassen werden. Gesichts- und Augenverbrennungen unverbunden lassen (Narbenbildung).

 

Grillen

Grilltipps für Ihre Sicherheit

Während einer Grillsaison ereignen sich mehrere tausend Grillunfälle, wobei ca. 400-500 Menschen schwerste Brandverletzungen erleiden.

Daher sollten beim Grillen folgende Punkte beachtet werden:

  • Möglichst einen funktionsfähigen und standsicheren Grill verwenden.
  • Am besten kippsicher auf befestigtem und feuerfesten Untergrund aufstellen.
  • In der Nähe des Grills Löschmittel bereit halten (Eimer Wasser, Sand).
  • Den Grill nie unbeaufsichtiigt lassen.
  • Kinder ebenfalls nie unbeaufsichtigt beim Grill lassen bzw. in Nähe des Grills spielen oder toben lassen.
  • Holzkohle nur mit geeigneten Zündhilfen (Grillanzünder, Pasten usw.) entzünden.
  • Niemals Spiritus oder Benzin verwenden! Diese können zu Verpuffungen und schwersten Verbrennungen führen.
  • Beim Gasgrill unbedingt darauf achten, daß die Anschlüsse dicht sind. Verbindungsschlauch nicht der Hitze aussetzen. Achten Sie auf die Flamme. Erlöscht diese unbeabsichtigt, so kann weiter Gas ausströmen, das brand- und explosionsgefährlich ist.
  • In die Grillkohle antropfendes Fett kann zu Flammenbildung führen. Außerdem entstehen hierbei giftige Kohlenwasserstoffe die sich auch am Grillgut niederschlagen. Achten Sie darauf und verwenden sie ggf. Alufolie.
  • Wenn sich Fett entzündet haben sollte, löschen Sie es NIEMALS mit Wasser oder anderen Flüssigkeiten (Bier, etc.). Dies führt zu einer Fettexplosion.
  • Grillen Sie nie in geschlossenen Räumen. Hier kann es zu Kohlenmonoxidbildung kommen.
  • Entsorgen Sie Grillkohle erst wenn Sie völlig erkaltet ist.

Brandklassen

Das bedeuten die Brandklassen...

  • BRANDKLASSE A: Feste Stoffe, Verbrennung mit Glutbildung. Dazu zählen zum Beispiel Holz, Papier, Stroh, Kohle, Autoreifen oder Textilien.
  • BRANDKLASSE B: Brände von flüssigen oder flüssig werdenden Stoffen. Zum Beispiel Kraft- oder Schmierstoffe, Fette, Lacke, Alkohol, Kerzenwachs, PVC, Teer, Paraffin.
  • BRANDKLASSE C: Brennende Gase, zum Beispiel Propan, Methan, Wasserstoff, Erdgas, Stadtgas, Azetylen.
  • BRANDKLASSE D: Brennende Metalle, wie zum Beispiel Magnesium, Aluminium, Kalium, Natrium, Lithium.
  • BRANDKLASSE E: Diese Klasse gibt es nicht mehr - dies war einst die Brandklasse für Brände in elektrischen Niederspannungsanlagen (bis 1000 Volt)
  • BRANDKLASSE F: Brände von Speiseölen und -fetten (pflanzliche oder tierische Öle und Fette) in Frittiergeräten und anderen Kücheneinrichtungen.

 

Weihnachten

Sicheres Weihnachtsfest

Jährlich ereignen sich in der Vorweihnachtszeit und an den Weihnachtsfeiertagen zahlreiche Brände verursacht durch den fahrlässigen Umgang mit Adventskränzen, -gestecken und Weihnachtsbäumen.

Wir geben Ihnen wichtige Tips damit die Weihnachtszeit ein Fest der Freude bleibt und Personen- und Sachschäden vermieden werden.

  • Adventskranz auf feuerbeständige Unterlage aufstellen.
  • Weihnachtsbaum standsicher aufstellen, gegen Umkippen sichern, regelmässig mit Wasser versorgen, somit wird das austrocknen der Äste verhindert bzw. verzögert.
  • Adventskränze und Weihnachtsbäume in ausreichendem Abstand zu brennbaren Gegenständen aufstellenl
  • Empfehlenswert ist die Verwendung von elektrischen Kerzen und Lichtern.
  • Falls Wachskerzen verwendet werden, dann nur nichttropfende Kerze verwenden und diese sicher befestigen.
  • Brennende Kerzen immer beaufsichtigen und nie alleine lassen – besonders kleine Kinder nicht mit brennenden Kerzen alleine lassen.
  • Keine Wunderkerzen verwenden.
  • Nur Sicherheitszündhölzer zum Anzünden von Kerzen verwenden. Zündhölzer und Feuerzeug an einem sicheren Ort aufbewahren, Kinder sollten kein Zugriff darauf haben.
  • Trockene Zweige und trockene Bäume entfernen, sie verbrennen explosionsartig.
  • Vorbeugender Brandschutz: idealerweise einen gefüllten Wassereimer in Griffnähe bereitstellen.

 

...und falls Sie noch ein sinnvolles Geschenk suchen: Rauchmelder retten Leben :-)
 

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